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Lüders beste Bücher - wir stellen sie Ihnen vor
Edmund de Waal
Der Hase mit den Bernsteinaugen.
Das verborgene Erbe der Familie Ephrussi
Zsolnay, € 19,90
Edmund de Waal erzählt ausgehend von einer Sammlung von 264 Netuske seine faszinierende Familiengeschichte. Netuske, das sind kunstvolle japanische Miniaturschnitzereien aus Elfenbein oder Holz, die ehemals als Verschlüsse an Lackdosen dienten. Heute und vor 150 Jahren wertvolle Sammlerstücke. Diese kleinen Kostbarkeiten sind das Einzige, das Edmund de Waals Familie, die von den Nationalsozialisten enteignet wurde, retten konnte. Heute sind sie im Besitz des Autors, der als Töpfer und Professor für Keramik in London lebt.
De Waals Vorfahren, reiche jüdische Getreidehändler aus Odessa, gelang im 18. Jahrhundert der Aufstieg ins Großbürgertum. Sie gründeten das Bankierhaus Ephrussi mit Niederlassungen in Paris und Wien. Ihr Reichtum war vergleichbar mit dem der Rothschilds. Charles Ephrussi, Schöngeist, Salonlöwe, früher Sammler und Förderer der Impressionisten, Vorbild für Prousts Swann, erwarb die Netuske-Sammlung in den 1870er Jahren in Paris. Von dort aus gehen die Netuske auf eine lange Reise: Paris - Wien - Tokyo - London. Klug und leise erzählt de Waal die Geschichte seiner Familie. Eine Geschichte über Besitz und Verlust, die berührt. Und eine Geschichte, die leicht und präzise Geschichte "nacherleben" lässt. Antisemitismus, aufkommender Nationalsozialismus, die Geschichte der assimilierten Juden des 19./20. Jahrhunderts. Großartig. Wehmütig. So stellt de Waal sich und dem Leser immer wieder die Frage, was von den Menschen bleibt und ob ein kleiner Hase mit Bernsteinaugen Erinnerung bewahren kann. Eines DER Bücher unter all den Neuerscheinungen dieses Bücherherbstes!

Edmund de Waal
Der Hase mit den Bernsteinaugen.Das verborgene Erbe der Familie Ephrussi
Zsolnay, € 19,90
Edmund de Waal erzählt ausgehend von einer Sammlung von 264 Netuske seine faszinierende Familiengeschichte. Netuske, das sind kunstvolle japanische Miniaturschnitzereien aus Elfenbein oder Holz, die ehemals als Verschlüsse an Lackdosen dienten. Heute und vor 150 Jahren wertvolle Sammlerstücke. Diese kleinen Kostbarkeiten sind das Einzige, das Edmund de Waals Familie, die von den Nationalsozialisten enteignet wurde, retten konnte. Heute sind sie im Besitz des Autors, der als Töpfer und Professor für Keramik in London lebt.De Waals Vorfahren, reiche jüdische Getreidehändler aus Odessa, gelang im 18. Jahrhundert der Aufstieg ins Großbürgertum. Sie gründeten das Bankierhaus Ephrussi mit Niederlassungen in Paris und Wien. Ihr Reichtum war vergleichbar mit dem der Rothschilds. Charles Ephrussi, Schöngeist, Salonlöwe, früher Sammler und Förderer der Impressionisten, Vorbild für Prousts Swann, erwarb die Netuske-Sammlung in den 1870er Jahren in Paris. Von dort aus gehen die Netuske auf eine lange Reise: Paris - Wien - Tokyo - London. Klug und leise erzählt de Waal die Geschichte seiner Familie. Eine Geschichte über Besitz und Verlust, die berührt. Und eine Geschichte, die leicht und präzise Geschichte "nacherleben" lässt. Antisemitismus, aufkommender Nationalsozialismus, die Geschichte der assimilierten Juden des 19./20. Jahrhunderts. Großartig. Wehmütig. So stellt de Waal sich und dem Leser immer wieder die Frage, was von den Menschen bleibt und ob ein kleiner Hase mit Bernsteinaugen Erinnerung bewahren kann. Eines DER Bücher unter all den Neuerscheinungen dieses Bücherherbstes!
Antiquariat - unsere Auswahl besonderer Titel
Wietek, Gerhard
Karl Schmidt-Rottluff - Plastik und Kunsthandwerk
München. Verlag Hirmer. 2001. 538 Seiten. Original-Leinen grau. Original-Schutzumschlag. Der Band ist in tadellosem Zustand. Einzig der untere Schnitt ist angeschmutzt.
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